Ich kenne viele mittelständische Unternehmen, bei denen die Website so nebenher mitläuft. Man investiert in Maschinen, IT, Personal – und die Website wird alle paar Jahre ein bisschen überarbeitet, wenn es gar nicht mehr anders geht. Genau so war es bei mir auch.
Die Inhalte waren nach und nach entstanden: neue Themen, neue Leistungen, ein Hinweis hier, eine Ergänzung dort. Aus meiner Sicht ergab das ein stimmiges Bild. Aber je häufiger ich mir die Seite durch die Brille eines Außenstehenden angeschaut habe, desto klarer wurde: Das, was ich täglich mit Mandanten bespreche, war so nicht wirklich sichtbar.
Das war der Auslöser für die Neugestaltung.
Vom breiten Spektrum zu klaren Schwerpunkten
Der erste Schritt hatte mit Design und Technik wenig zu tun. Ich habe mich gefragt:
- Wofür stehe ich als Berater ganz konkret?
- Welche Themen fallen mir im Mittelstand immer wieder besonders auf?
- Was sollte ein Unternehmer mitgenommen haben, wenn er meine Website wieder verlässt?
Die Antworten waren im Prinzip klar, nur nicht sauber abgebildet:
- Unternehmensstrategie
- Unternehmensfinanzierung
- Unternehmensnachfolge
- Interim Management
Vier Themen, die in der Praxis oft miteinander verbunden sind. Auf der alten Website tauchten sie an verschiedenen Stellen auf, aber nicht als klare Schwerpunkte.
In der neuen Struktur stehen diese Bereiche deutlicher im Mittelpunkt. Besucher erkennen schneller, welche Themen ich bearbeite und welche Fragestellungen eher außerhalb meines Rahmens liegen. Ziel ist eine klare Kontur meiner fachlichen Schwerpunkte, ohne den Anspruch zu formulieren, alle Themenbereiche abzudecken.
Persönliches Profil und Vertrauensanker: nicht mehr versteckt
Der zweite Punkt war mein eigenes Profil. Ich arbeite seit vielen Jahren mit mittelständischen Unternehmen, kenne aber auch die Bankenperspektive aus meiner Zeit als Bank- und Firmenkundenvorstand. Dazu kommen Zertifizierungen, Netzwerke und meine Arbeit in IHK-Gremien.
Auf der alten Website waren diese Aspekte zwar vorhanden, aber eher im Hintergrund. In Gesprächen merke ich immer wieder, wie wichtig genau diese Punkte für das Vertrauen sind:
- „Er kennt die Logik der Banken.“
- „Er versteht, wie Finanzierung und Nachfolge zusammenspielen.“
- „Er ist Berater und zugleich in Gremien unterwegs.“
In der neuen Website habe ich das offener abgebildet: nicht als Eigenlob, sondern als Erklärung, aus welcher Perspektive ich auf Themen wie Finanzierung, Nachfolge oder Strategie schaue. Für viele Unternehmer ist das eine wichtige Information.
Warum ich einen „Insights“-Bereich aufgebaut habe
Der dritte Baustein war mir persönlich wichtig: Ich wollte einen Ort schaffen, an dem ich Gedanken aus der Praxis etwas ausführlicher teilen kann als in einem LinkedIn-Post oder in einem Gespräch.
So ist der Bereich „Insights“ entstanden – mit Beiträgen zu Themen, die in meinen Projekten immer wieder vorkommen:
- Wie bereitet man sich als Mittelständler sinnvoll auf Bankgespräche vor?
- Wie macht man eine Unternehmensnachfolge finanzierbar?
- Was unterscheidet eine Strategie, die nur auf Folien existiert, von einer, die im Unternehmen ankommt?
- Welche Rolle spielen IHK-Gremien für den Mittelstand?
Das sind keine theoretischen Aufsätze, sondern Themen, die ich mit Mandanten am Tisch diskutiere. Die Website ist damit nicht nur eine „Visitenkarte“, sondern eine Art Wissensfundament, auf das ich in Gesprächen und Vorträgen immer wieder zurückgreifen kann.
Was mir der Prozess gezeigt hat
Die Neugestaltung der Website war für mich weniger ein Designprojekt als eine Standortbestimmung. Im Kern ging es um drei Fragen:
- Welche Personen und Unternehmen sollen sich auf meiner Website angesprochen fühlen?
- Wofür stehe ich fachlich und persönlich im Kern?
- Welche Inhalte möchte ich auf meiner Website bereitstellen, damit sich Interessenten ein fundiertes Bild von meiner Arbeitsweise machen können?
Das sind Fragen, die sich viele mittelständische Unternehmen ohnehin stellen – bei Strategieprozessen, bei Nachfolgeüberlegungen oder bei Wachstumsprojekten. Die Website ist nur der sichtbare Ausdruck davon.
Wenn Sie an einem ähnlichen Punkt stehen
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Website mit der Entwicklung Ihres Unternehmens nicht mehr ganz Schritt hält, lohnt sich aus meiner Sicht ein genauerer Blick. Häufig geht es dann nicht nur um neue Bilder und Texte, sondern auch um größere Themen: Positionierung, Strategie, Finanzierung von Vorhaben oder anstehende Veränderungen wie eine Nachfolge.
Genau an dieser Schnittstelle arbeite ich mit mittelständischen Unternehmen: bei der Schärfung der Ausrichtung, bei Finanzierungsfragen, bei Nachfolgethemen und bei der Umsetzung – auf Wunsch auch mit Interim-Rollen im Finanzbereich.
Wenn Sie sich in ähnlichen Themen wiederfinden, freue ich mich auf den Austausch mit Ihnen.

